AdSense Optimierung - Wie kann ich meine Einnahmen erhöhen?


Also vorweg, um evtuelle negative Ergebnisse zu mininmieren: Es ist wichtig, dass die Maßnahmen einzeln durchgeführt werden und über eine Testphase beobachtet werden. Wenn etwas bei Dir nicht funktioniert, fahre die Maßnahme zurück und gehe zum letzten Stand zurück.

Als Beobachtungszeitraum nehme ich meistens einen Monat. Wichtig dabei: Vergleich ähnliche Monate, wenn Deine Ergebnisse auch saisonal sind. Da es eh schon schwer ist die normalen Schwankungen in der Bewertung auszuschließen, sollte man zum Beispiel den Dezember (Weihnachsteinkäufe, Ferienzeit) nicht mit dem Januar vergleichen, sondern mit dem Dezember des letzten Jahres.

Bewährt hat sich bei auch, eine neue Maßnahme erstmal bei einer Seite zu testen. Meist nehme ich dann eine meiner Webseiten mit viel Traffic, damit man zu aussagefähigen Tests kommt.


1. Optimieren der Anzeigen auf die mobile Webseite



Diese Maßnahme ist vor allem für ältere Seiten interessant. Irgendwann wurde die Seite als Desktopseite erstellt, dann vielleicht in einem Redesign ‚responsiv‘ überarbeitet, aber die Positionierung und Art der Anzeigen sind immer noch für den Desktop optimiert. Ob das so ist, könnt Ihr leicht mit dem Bericht ‚Plattformen‘ überprüfen:



Vergleicht einfach den Prozentsatz der ‚Seitenaufrufe‘ und der ‚Geschätzten Einnahmen‘ auf den Plattformen High-End-Mobilgeräte und Computer. Tablets sind wahrscheinlich nicht so interessant. Ich gehe davon aus, dass bei den meisten von Euch, die mobilen Seitenaufrufe inzwischen führend sind. Wenn dann der Prozentsatz der Einnahmen geringer ist als der Prozentsatz der Aufrufe, habt Ihr ein großes Optimierungspotential. Schaut dann, welche Anzeigen mobil gut funktionieren. Dazu kann man einen Bericht erstellen, der Anzeigenblöcke und Plattformen kombiniert.

Anzeigengrößen, die früher auch eine große Rolle spielten, sind für mich nicht so interessant, da in den meisten Fällen responsive Anzeigen sinnvoll sind.

Auch vor einer „Überoptimierung“ braucht Ihr keine Angst zu haben. Da die mobilen Aufrufe inzwischen die Mehrheit der Seitenaufrufe sind und der Anteil voraussichtlich noch wächst, kann der Prozentanteil der mobilen Einnahmen auch größer als der Anteil der Seitenaufrufe sein.


2. Vignetten und Ankeranzeigen



Früher haben bei mir Linkblöcke, insbesondere bei mobilen Seitenaufrufen, gut funktioniert und als sie abgeschafft wurden, dachte ich, dass ich einen großen Einnahmeeinbruch haben würde. Aber parallel dazu gab es neu die Vignetten. Vignetten sind die Anzeigen, die sich bei einem Klick auf einen Link über die ganze Seite legen. Erst gab es die Vignetten nur für mobile Seiten, inzwischen auch für den Computer.



Man kann geteilter Meinung darüber sein, wie benutzerfreundlich die Vignetten sind. Der Aufruf über die gesamte Seite ist erstmal wohl eine Zumutung, aber sie wird auch nur einmal aufgerufen. Das mildert diesen Aspekt ein wenig ab. Ob das zu Deiner Seite passt, das musst Du selbst entscheiden. Bei mir trägt die Vignette aber zu einem großen Prozentsatz zu den Einnahmen bei.

Die Ankeranzeigen, die Anzeigen, die sich oben oder unten an den Rand legen, sind lange sichtbar. Sie bleiben auch auf dem Screen, wenn man nach unten scrollt. Dadurch sind sie dauerhaft zu sehen. Im Vergleich zur Vignette sind sie nicht so erfolgreich, aber die Einnahmen sind bei mir auch nicht unerheblich.

Die Sichtbarkeit der Anzeigen ist durch ihre Natur sehr hoch (über 90%). Sie haben insofern einen hohen Beitrag zum Wert ‚mit active view sichtbar‘ (siehe unten). Beide Anzeigentypen kann man als automatische Anzeigen aktivieren oder deaktivieren.


3. Passgenaue Anzeigenblöcke wählen



Google AdSense versucht es den Publishern so einfach wie möglich zu machen, die Anzeigen zu platzieren. Deshalb empfiehlt AdSense in aller Regel die automatischen Anzeigen zu nutzen und versucht so, Algorithmus gesteuert, die beste Platzierung, beste Größe und beste Auswahl für die Anzeigen finden. Wenn man nicht die Zeit und/ oder Lust hat sich damit zu beschäftigen, ist das sicherlich eine gute Lösung.

Aber da Du hier diesen Blog liest, gehe ich davon aus, dass Du etwas tiefer einsteigen willst. Die automatischen Anzeigen haben den Nachteil, dass sie nicht so passgenau sich an Dein Design und an Deine Webseitenstruktur anpassen (können).

Auch wenn man von dem gelegentlichen Bug absieht, der das ganze Design der Webseite zerschießt (wobei mir bisher nicht klar ist, ob dass am nicht ausgereiften Algorithmus oder an unsauberer Programmierung der Webseite liegt), kann man mit manuellen Anzeigen doch genauer platzieren. Dabei gelten ein paar Grundsätze, die man berücksichtigen sollte. Diese basieren auf meiner Erfahrung, auch hier gilt: Teste es für Deine Seite entsprechend aus!

Grundsätze

  • Wähle eine Anzeige ‚above the fold‘, d.h. dass sie gleich sichtbar ist, wenn die Seite geladen wird. Ich würde aber nicht ganz oben wählen, da viele User schnell nach unten scrollen und die Anzeige dann gleich wieder verschwindet.

  • Nutze wenige Anzeigen. Wenn zu viele Anzeigen geladen werden, nutzt sich die Werbeaussage der einzelnen Anzeige entsprechend ab und erreicht den User nicht.

  • Wähle Anzeigenplätze, die zu Deinem Design passen und beachte bei responsivem Design, wie sich die Anzeigen mobil und am Computer darstellen. Über die der responsiven Displayanzeigen hat man gute Möglichkeiten die Anzeigen passend zu gestalten.

  • Beachte bei der Platzierung und Gestaltung ‚mobil first‘ (siehe oben unter Plattformen).


Wie setzte ich das um? Erstmal aktiviere ich die automatischen Anzeigen, um z.B. Vignetten zu aktivieren. Dort deaktiviere ich die In-Page-Anzeigen. Bild Dann erstelle dann manuelle Displayanzeigen unter ‚Anzeigen‘. Der entsprechende Code wird dann im Webseiten Code integriert.


4. Erhöhung des Werts 'Mit active view sichtbar'



Last, not least: ‚mit active view sichtbar‘. Schon bei dem Beitrag ‚Der AdSense Basisbericht‘ habe ich gesagt: Das ist mein Lieblingswert, da ich über ihn das höchste Optimierungspotential sehe. Die Definition und Hintergründe könnt Ihr hier nachlesen:

Basisbericht: mit active view sichtbar

Es hilft sehr, wenn Ihr einen hohen active view Sichtbarkeitswert habt, da Werbetreibende dann bereit sind mehr und / oder wertvollere Anzeigen bei Euch auf der Seite zu platzieren. Da Google AdSense die Anzeigen über eine Art Versteigerung auf den Webseiten der Publisher ausspielt, können die Erträge für Euch signifikant steigen.

Mögliche Maßnahmen:

  • Die Sichtbarkeitswerte der Anzeigenblöcke und Anzeigenformate kontrollieren und die Anzeige mit hohem Sichtbarkeitswert weiter nutzen

  • Anzeigen, die unten auf der Webseite platziert werden und eine geringe Sichtbarkeit haben, entfernen. Kontrolliere auch die Perfomance dieser Anzeigen!

  • Anzeigen 'above the fold' platzieren

  • Vignetten und Ankeranzeigen nutzen

Ein Wert von 50% für 'mit active view sichtbar' sollte das Minimum sein, eine Steigerung auf 60 oder 70% kann insbesondere bei den Cost-Per-Click (CPC) und beim Seiten-RPM einen Schub nach oben geben.


Der Rahmen: Testen und Kontrollieren


Wie schon in der Einleitung gesagt: Testet die Vorschläge und setzt das um, was zu Euren Seiten passt und tatsächlich höhere Erträge bringt! Wichtig ist auch, insbesondere am Anfang die regelmäßige Kontrolle. AdSense bietet dazu bei den Berichten eine wichtige Funktion: ‚Planen‘:



Damit könnt Ihr Euch per E-Mail selbsterstellte Berichte täglich zuschicken lassen. So habt Ihr ein gutes Kontrollinstrument und könnt frühzeitig eingreifen.

Ich wünsche Euch viel Erfolg beim Optimieren!


Falls Ihr eigene Erfahrungen mit der Optimierung habt, freue ich mich über eine Rückmeldung und über Eure Anregungen! Meldet Euch einfach perE-Mail.